What a Man – der Film

What a Man

What a Man“ ist eine deutsche Kinoproduktion aus dem Jahr 2011 mit Matthias Schweighöfer, der hier auch als Regisseur verantwortlich war. Zudem zeigte sich Schweighöfer erstmals auch als Autor und Produzent mitverantwortlich. Das deutsche Multitalent hat hiermit einen erfolgreichen Spielfilm zwischen Komödie und Romanze geschaffen, welcher 2012 den Jupiter-Preis als „Bester deutscher Film“ erhielt. Erzählt wird die tragikomische aber letztlich durchaus charmante Geschichte eines eher kleinlauten Lehrers, der durch den Verlust seiner Freundin an ihre Affäre endlich wachgerüttelt wird und beginnen will, seine eigene Männlichkeit wiederzufinden. Daraus folgt eine mal peinliche, mal komische Folge von Versuchen, diese Männlichkeit zu beweisen, wobei sowohl Fremde als auch auch gute Freunde des bisher glücklosen Lehrers ihren Beitrag leisten. Unverhofft findet dieser inmitten aller Fettnäpfchen dann jedoch eine ganz besondere Frau, für die sich der aufwändige Selbstfindungstrip doch zu lohnen scheint, sodass sich zum Ende hin eine liebreizende Geschichte zwischen Lieben und Lachen entwickelt.

Lebenskrise

Was für ein Mann: Alex Nowak (Matthias Schweighöfer – bekannt aus deutschen Filmen wie „Friendship!“) ist 30 Jahre alt, ein bisschen zu lieb, ein bisschen zu selbstlos, also alles andere als ein Alpha-Tier und dementsprechend auch mehr oder minder karriereorientiert als Grundschullehrer tätig. Man könnte meinen er sei eher der Typ „tollpatschiger Trottel“ oder gern auch „trotteliger Tollpatsch“. Die Konstante in seinem Leben ist seine Freundin. Diese erscheint überraschenderweise (oder doch absolut passend?) jedoch als komplettes Gegenteil von ihm. Carolin (Mavie Hörbiger) ist als Model erfolgreich, kommandiert ihren treuen Freund durch den Tag und ist damit der dominante Part der Beziehung. Damit hätte sich Alex gewiss ein Leben lang arrangiert, nicht jedoch Carolin. Eines Tages offenbart sich deren Affäre mit dem maskulinen Fotografen Jens (Thomas Kretschmann – bekannt aus „King Kong“) aus der Nachbarwohnung. Kurzum wird Jens von seiner Freundin verlassen und muss nun auch noch die gemeinsame Wohnung verlassen. Für ihn bricht natürlich die Welt zusammen und nun steht er beinah ganz allein da im großen Frankfurt.

Wann ist ein Mann ein Mann?

Trost und ein Dach über dem Kopf findet der traurige Neu-Single zum Glück seiner guten Freundin Nele (Sibel Kekilli – bekannt aus der Serie „Game of Thrones“). Nele führt ein gänzlich anderes Leben: Sie sieht ihren Lebenssinn in ihrer Tätigkeit als Aktivistin für Tierschutz und engagiert sich dabei aufopferungsvoll, während sie meint, in der Fernbeziehung dem in China lebenden Franzosen Etienne den nötigen Halt und das Glück ihres Lebens gefunden zu haben. Alex befindet sich derweil nun in einer handfesten Midlife-Midlifecrisis. Wer oder was ist er eigentlich und warum scheiterte die Beziehung? Darauf muss er nun Antworten finden. Letztlich stellt sich ihm damit nur eine einzige Frage: Wann ist ein Mann ein Mann? In dieser Sinnkrise steht ihm sein guter Kumpel Okke (Elyas M’Barek – bekannt aus „Fack ju Göhte“ und „Männerhort“) bei. Dadurch angetrieben hangelt sich Alex nun von einem Versuch seine Männlichkeit zu finden zum anderen und stellt sich dabei mit eher mäßigem Erfolg jedem noch so ergiebigen Klischee, vom schweißtreibenden Holzfällen über prätentiöse Tattoos bis hin zum exzessiven Aufreißen von rassigen Frauen. Wie die Ironie des Schicksals es jedoch so will, finden sich alle Antworten auf seine Fragen genau dort, wo er nicht sucht aber durch den Beginn seines Lebenswandels gelandet ist: bei Nele. Nicht nur sagt sie ihm ganz genau, worauf es bei einem Mann ankommt, vielmehr entdeckt Alex neben all den Männlichkeitsritualen auch seine Gefühle für die lebensfreudige Tierschutz-Aktivisten. Doch was wäre er für ein Mann, wenn er sich dies ohne Umschweife eingestehen würde und damit der wirklichen Frau seines Lebens, die zudem ihrerseits ebenfalls Gefühle für ihn hegt, nun endlich näher kommen würde…

Der Trailer zum Film